Die neue Galerie soll bewusst in umgekehrter chronologischer Reihenfolge die interessantesten und besten Werke der europäischen Malerei und Skulptur aus den Sammlungen des Nationalmuseums in Krakau präsentieren, die zwischen dem 13. und 20. Jahrhundert entstanden sind.
Nach dem Betreten der Galerie vom modernistischen Saal des MNK aus werden die Besucher in der Zeit „zurückreisen“ und immer ältere Werke betrachten. Im letzten Raum werden sie spanische Madonnen sehen, einige der wertvollsten und spektakulärsten Werke aus der Zeit der romanischen Kunst. Der zweite wichtige thematische Faden der Ausstellung ist die Präsentation von Sammlern und Spendern, die zur Schaffung der Museumssammlung beigetragen haben. Die Ausstellung wird über hundert Werke – hauptsächlich Gemälde – aus den Sammlungen des MNK umfassen. Sie können Werke so hervorragender Bildhauer wie Antonio Canova und Gustav Vigeland bewundern, sowie eine Reihe von Gemälden von Künstlern, die zum Kanon der Weltkunstgeschichte gehören: Paolo Veneziano, Lorenzo Lotto, Lavinia Fontana, Pieter Brueghel der Jüngere, Lucas Cranach der Jüngere, Luca Giordano, Mattia Preti, Elisabeth Vigée-Lebrun und Maurice de Vlaminck.
Die Sammlung europäischer Kunst im MNK entstand etwas zufällig. Die 1879 gegründete Institution sollte in erster Linie Werke polnischer Kunst und solche, die mit der Geschichte Polens zusammenhängen, sammeln, jedoch mit der Einschränkung, dass sie „ausgezeichnete Exemplare ausländischer Kunst erwerben kann“. Werke europäischer Kunst, die im Laufe der Jahre in das Museum gelangten, waren Schenkungen, die meist Teil größerer Nachlässe waren, darunter zum Beispiel moderne polnische Malerei oder Kunsthandwerk. Aus diesem Grund zeichnet sich die erworbene Sammlung europäischer Kunstobjekte von historischem Wert durch große Vielfalt, aber auch durch Zufälligkeit aus.
Unter den Spendern finden wir berühmte Sammler und Mäzene Krakauer Museen, wie: Wiktor Osławski, Henryk Bukowski, Konstanty Schmidt-Ciążyński, Ferdynand Bryndza, Edmund Łoziński, Jan Matejko, Feliks „Manggha“ Jasieński usw. Einige der Spender stifteten dem Museum Sammlungen, die die Leistungen ihres Lebens darstellten, z.B. Erazm Barącz, dessen Sammlungen ursprünglich in einer separaten Zweigstelle organisiert wurden, oder Włodzimierz Łukasiewicz, dessen Wohnung in Lemberg als privates Museum fungierte. Die präsentierten Objekte stammen auch aus Sammlungen, in denen europäische Malerei und Skulptur das Hauptelement waren. Hier sind Edward Goldstein, Edmund Łoziński und Mieczysław Gąsecki erwähnenswert. In Bezug auf die Anzahl hält die Sammlung von Graf Stanisław Ursyn-Rusiecki den Vorrang. Depositen sind ebenfalls beachtenswert, wobei ein besonderes Beispiel das Depositum der Tarnowskis aus Dzików ist, dessen gekaufter Teil einer der wertvollsten Teile der Sammlung ist. Unter den ausgestellten Werken finden wir auch Gemälde aus Eigentum, das nach dem Krieg als „aufgegeben“, „zurückgelassen“ oder „postdeutsch“ beschrieben wurde, sowie spätere Ankäufe des MNK, hauptsächlich aus der Zeit der Volksrepublik Polen.
curatorial team: Miłosz Kargol, Katarzyna Płonka-Bałus, PhD, Adam Spodaryk, PhD coordination: Katarzyna Pawłowska arrangement design: Magdalena Bujak
Program działań edukacyjnych (PDF, 349 kB)

Galerie für europäische Kunst
Dauerausstellung





