Die im Rahmen des Projekts „Frauen – Wissen – Macht“ organisierte Ausstellung präsentiert Werke von Václav Hollar (1607-1667), einem der talentiertesten Druckgrafiker des 17. Jahrhunderts in Europa, einem Künstler, der besonders geschickt darin war, das Alltagsleben zu dokumentieren.
Der Titel „Frauentheater“ ist eine Serie, die die Kleidung der Bewohnerinnen verschiedener Regionen Europas darstellt. Sie wird ergänzt durch einen Zyklus der vier Jahreszeiten, vom Künstler in Form von Frauen in zeitgenössischen Kleidern dargestellt, zwei Büsten, die raffinierte Formen weiblicher Kopfbedeckungen zeigen, und eine Studie von Muffen – ein Stillleben, das aus Winteraccessoires besteht.
Die Karriere von Václav Hollar begann in den späten 1620er Jahren, nachdem er seine Heimat Prag verlassen hatte. Der ständig wandernde Künstler reiste nach Frankfurt und Köln und arbeitete auch in Antwerpen und London. Viele Jahre lang war er mit dem Hof von Thomas Howard – Lord Arundel, einem englischen Diplomaten und Sammler – verbunden. Hollar dokumentierte die ihn umgebende Welt in all ihrer Vielfalt. Die Werke, die er hinterließ, bilden eine Art visuellen Katalog des Europas des 17. Jahrhunderts. Sein Vermächtnis ähnelt einem Dossier eines zeitgenössischen Fotografen. Es enthält Stadtpanoramen, exotische Tiere, Sammlungen von Muscheln und Insekten, Schiffskataloge, Serien charakteristischer Typen, Porträts.

Theatrum Mulierum
Dauerausstellung





